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15 Oktober 2009

Gibt es die optimale Brille?

Wie Rodenstock, weltweit führendes Unternehmen in der Augenoptik, mit individueller Gesichtsvermessung zur Brille nach Maß verhilft.

Rodenstock Gesichtsvermessung mit AVT-Kamera

Rodenstock ImpressionIST Gläserauswahl

Rodenstock ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Augenoptik und beschäftigt rund 4.500 Mitarbeiter. Ob für Brillengläser oder Brillenfassungen – die Marke Rodenstock steht für technologisch höchst anspruchsvolle und qualitativ herausragende Produkte.

Die führende Position von Rodenstock kommt nicht von ungefähr: Mit hohem Aufwand für Forschung und Entwicklung treibt Rodenstock den technischen Fortschritt in der Augenoptik voran. Es ist das einzige Unternehmen auf der Welt, das sich seit der Gründung vor 125 Jahren sowohl mit Brillengläsern als auch mit Brillenfassungen beschäftigt. Eine Gesamtkompetenz, die revolutionäre Entwicklungen ermöglicht, beispielsweise das schraubenlose Miniatur-Zylinderscharnier, das neuartig gestaltete Federscharnier oder außerordentlich dünne Gläser.

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stehen die Optimierung der optischen Abbildungseigenschaften, die Steigerung des Tragekomforts und ein Design, das die Persönlichkeit des Brillenträgers unterstreicht. Kurz: die Verbesserung des Sehens und des Aussehens. Als Kompetenzmarke der Augenoptik konzentriert sich Rodenstock voll auf sein Kerngeschäft „Brille“, also auf Entwicklung, Herstellung und Verkauf von Brillengläsern, Brillenfassungen und Sonnenbrillen.

Investiert wurde in innovative Lösungen bei Brillengläsern, in die attraktiven Brillenfassungskollektionen der Marken Rodenstock und Porsche Design, in neue Fertigungswerke im In- und Ausland sowie in neue Verkaufsniederlassungen in Märkten, auf denen Rodenstock bislang selbst nicht tätig war. In der deutschen Augenoptik ist Rodenstock
Marktführer sowohl bei Brillengläsernals auch bei Brillenfassungen. Der Auslandsanteil am Umsatz liegt über 50%.

Die Ausgangssituation
Die im Jahr 2000 bei Rodenstock eingeführte neue Generation von Gleitsichtbrillengläsern, ImpressionIST, ermöglicht — unter anderem dank der Berücksichtigung der Gesichtsform und der gewählten Brillenfassung — bei der Berechnung der Brillengläser erstmals eine individuelle Anpassung und damit eine deutliche Verbesserung der Sehqualität und des Sehkomforts. Für diese Gläser, die in Frankfurt gefertigt werden, benötigt man bei Rodenstock sehr präzise Messungen der individuellen Parameter des Brillenträgers: Einzel- Pupillendistanz, Hornhautscheitelabstand, Fassungsscheibenwinkel, Vorneigungswinkel sowie Zentrierdaten.

Erklärtes Ziel von Rodenstock: Um den Kunden bei der komplexen Auswahl von geeigneten Gläsern und individuellen Wünschen nach passenden Fassungen optimal beraten zu können, wurde bei Rodenstock die Idee eines 4-in-1 Integrierten Service Terminals, dem ImpressionIST, umgesetzt. Er bietet dem Optiker 4 Kernfunktionen:

  1. Interaktives Info-Terminal für den Konsumenten
  2. Umfassende Fassungsberatung und -präsentation
  3. Weltweit einzigartiges, patentiertes 3-D Videozentriersystem
  4. Überzeugende Glasberatung für einen höherwertigen Verkauf

Der ImpressionIST wird Optikern als besondererKundenservice zur Verfügung gestellt, um sie gezielt in ihrer Beratungskompetenzzu unterstützen und letztlichden Anteil hochwertiger — und damitdeckungsbeitragsattraktiver — Gläser anihren Verkäufen deutlich zu erhöhen.

Die Anforderungen

Für die geforderte Stereomessung wurden zwei Kameras benötigt, die einen simultanen Bildeinzug sicher stellen.

Die technischen Daten und Bauform der AVT MARLIN erwiesen sich bei der Wahl nach der passenden Kameras als ideal. Die nötige Softwareeinbindung sollte unter HALCON erfolgen. Da das gesamte Projekt unter der Vorgabe stand, sowohl höchste Qualität zu gewährleisten als auch kritische Preispunkte zu treffen, konnte das Konzept von Allied Vision Technologies in allen Bereichen überzeugen. gestellt, um sie gezielt in ihrer Beratungskompetenz zu unterstützen und letztlich den Anteil hochwertiger — und damit deckungsbeitragsattraktiver — Gläser an ihren Verkäufen deutlich zu erhöhen.

Die bessere Idee überzeugt
In die Ausschreibung des Projektes bei Rodenstock wurde eine Vielzahl von Wettbewerbern einbezogen. Neben der Erfüllung der technischen Anforderungen, mussten kreative Vorschläge für mögliche Einsparpotentiale erbracht werden. Hier konnte Allied Vision Technologies mit einer Lösung überzeugen, die die technischen Vorteile eines Standardproduktes mit einer flexiblen Anpassung an die spezifischen Kundenwünsche vereinte.

Um weitere Kosten zu sparen, ohne jedoch Einbußen bei der Technik hinnehmen zu müssen, sah man bei AVT nicht die sonst üblichen Flexplatinen für den Einsatz vor, sondern ein festes, ungefaltetes Coreboard. Darüber hinaus verzichtete man auf das komplette Gehäuse und verwendete lediglich die Platine mit einem montierten Frontflansch. Auch die IOs waren verzichtbar. Der Rückwanddeckel wurde geschlossen und sah nur den FireWire Anschluss vor. Letztlich benötigte die Lösung keinen zusätzlichen Speicher, sondern nur einen einfachen Bildspeicher in der Kamera. Zusätzlich wurden spezielle Sensorabdichtungen gegen Staub eingebaut.

Die Platinenversion erhielt einen völlig neuen, empfindlicheren Sensor. Um beide Kameras mit hoher Framerate bei gleichem Bildausschnitt zu betreiben (Preview-Mode), erhielten die Rodenstock-Kameras Spezial-Modi. Damit Rodenstock auf der wichtigen Branchenmesse Opti/München schon die ersten Tests vornehmen konnte, wurden bei AVT in kürzester Zeit entsprechende Prototypen konzipiert und einsatzfähig aufgebaut.

Auch die in der Testphase bei Rodenstock zusätzlich gewonnenen Erfahrungen und daraus resultierende veränderte Anforderungen wurden bei AVT für die Optimierung des Systems innovativ gelöst. Um das System neben der Auswahl der geeigneten Brillengläser auch zur Fassungsberatung nutzen zu können, wurde für die Frontalkamera eine Auflösung von 2MPixel gefordert. Das modulare Kamerakonzept von AVT machte es möglich, auch auf Basis der bestehenden Komponenten flexible Anpassungen vorzunehmen.

Im Laufe eines solch großen Projekts treten natürlich immer auch Schwierigkeiten auf, mit denen in der Planungsphase nicht zu rechnen war. Unter anderem erwies es sich als problematisch, wie mit sich ändernden Lichtverhältnissen umgegangen werden sollte. Hinzu kamen Probleme mit Positionsgenauigkeiten der Kameras zueinander, bedingt durch den mechanischen Aufbau.

Auch hierauf wussten die Ingenieure von AVT Antworten: Um die wechselnden Lichtverhältnisse berücksichtigen zu können, wurden Automatik-Modi der Kameras (autogain-shutter mit Grenzewerten) direkt in die Software implementiert. Und auch die Positionsgenauigkeiten der Kameras im mechanischen Aufbau werden mit einem speziellen Frontflansch und individuellen Passungen ab der nächsten Systemgeneration ausgerüstet.

Customer Satisfaction bei AVT: Der Kunde soll zufrieden sein.
Andreas Romandi, Projektleiter bei Rodenstock, zeigte sich mit der Performance von AVT mehr als zufrieden: „Begeistert hat mich vor allem, dass AVT bei allen Ideen und deren Umsetzungen als kompetenter Partner auftritt. Auch die ‚kleinen’ Probleme wurden durch das Application Engineering und den Support stets schnell und lösungsorientiert behoben.

Die Entwicklung von AVT zeigte sich nicht nur kooperativ, sondern auch kreativ, um die Anforderungen kurzfristig in einen Serienstand einzubringen. Das Verhältnis zwischen Rodenstock und AVT war über die gesamte Projektdauer von gegenseitigem Vertrauen in die Umsetzung der zeitkritischen Liefertermine für die Serie geprägt.“

Einsatz in der Praxis
Mittlerweile stehen bereits seit Juli diesen Jahres 20 Vorseriengeräte europaweit in verschiedenen Niederlassungen von Rodenstock. Sie dienen zu Demozwecken und Kundenveranstaltungen. Die Rechnung geht auf. Der ImpressionIST ist bei Optikern ein voller Erfolg. Die Verkaufszahlen übersteigen bereits jetzt bei weitem die bis Jahresende geplanten Volumina — und das, obwohl das System erst seit Anfang Oktober ausgeliefert wird. „Ich führe die große Nachfrage nicht zuletzt auf die weltweit einzigartige, patentierte 3-dimensionale Vermessung der Kunden zurück“, so Andreas Romandi. „Für dieses Messsystem spielen die Kameras eine ganz entscheidende Rolle. Hier ist es uns gelungen, in enger Kooperation mit AVT eine hervorragende Lösung gemeinsam zu entwickeln.“

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